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Lust darauf, wieder öfter mal Briefe zu schreiben, sollen die duftenden Wohlfahrtsmarken der Deutschen Post machen: Sie haben die Motive Apfel, Erdbeere, Zitrone und Heidelbeere und verströmen einen intensiven Obst-Duft, wenn man daran rubbelt. Es handelt sich dabei um synthetische Duftstoffe, die mikroverkapselt auf die Marken aufgebracht wurden. Der Erlös aus dem Verkauf kommt den Wohlfahrtsverbänden AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Paritätischer Wohlfahrtsverband und Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zugute. Das Finanzministerium, das als Herausgeber für die Wohlfahrts-Ätherischemarken verantwortlich ist, hat versichert: Die Düfte sind nicht gesundheitsschädlich und wurden von einem neutralen Institut auf ihren allergenen Gehalt hin untersucht. Dennoch sehen Allergiker und chemikaliensensitive Menschen die neuen Duft-Marken nicht ganz unproblematisch. Sie reagieren oft schon auf geringste Spuren synthetischer Düfte mit Beschwerden. Die Mitglieder des „Chemical Sensitivity Networks“(CSN) haben sich deshalb bereits in einem Brief an das Finanzministerium über die Wohlfahrtsmarken beschwert.
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege; CSN-Blog